Tipp

Wilde Sommerferien

31.07.2020, Katja Rauchenstein

Der Sommer ist da und somit die Reisezeit. Strandstühle und Reisekissen bleiben in diesem Jahr wohl meist im Keller. Für viele sind Ferien in der Schweiz angesagt, und die hat einiges zu bieten! Die Jurarandseen ersetzen die weiten Ozeane, eine Wanderung zu den Bartgeiern den Besuch im Yosemite-Nationalpark und der kühle Drink in der Limmat-Bar das Savoir-vivre an der Côte d’Azur. Sogar auf eine Safari muss man nicht verzichten! Lassen Sie sich inspirieren für Ihre wilden Sommerferien in der Schweiz.
Auf Safari zu den Big5 der Schweiz

Warum nach Südafrika reisen, wenn man im Garten oder im Quartier auf Safari gehen kann? Auf Tiger, Löwe und Bär trifft man leicht im Garten oder im Hinterhof und die Big5 der Schweiz – Igel, Eichhörnchen, Reh, Fuchs und Dachs – lassen sich auf einer Expedition im Stadtdschungel entdecken. Die Schweizer Big5 mögen kleiner sein als ihre berühmten Verwandten in Afrika, spannende Beobachtungen versprechen sie allemal. Vielleicht schaffen Sie es ja, den einen oder anderen Vertreter während der Sommerferien zu beobachten? Am besten begibt man sich dafür auf einen abendlichen Spaziergang durchs Quartier.

 


© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch

Drinnen oder draussen tierisch unterwegs

Bei Sonnenschein laden verschiedene Wanderungen zum Entdecken und Beobachten ein. Im Schweizer Nationalpark kann man sich auf geführten Touren auf die Spuren von Murmeltier und Steinbock, in Pfyn und Murten oder mitten in der Stadt Zürich am Schanzengraben auf die Nagespuren des Bibers begeben. Und falls der Himmel seine Schleusen öffnet, lockt das Natur-Museum Luzern gleich mit zwei neuen Ausstellungen: „Zauneidechse. Alles in Ordnung?“ und „Stadtwildtiere – unsere wilden Nachbarn“. Hier erfahren Sie viel Wissenswertes über die Lebensräume der wilden Mitbewohner.  

 


© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch

Imposante Bartgeier

Würden Sie gerne einmal den grössten Vogel des Alpenraums sehen? Die einst ausgestorbenen Bartgeier konnten in der Schweiz dank erfolgreicher Auswilderungen wieder angesiedelt werden. Auch dieses Jahr hat die Stiftung pro Bartgeier zwei junge Bartgeier – Fortunat und Luzerna – im Eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock bei Melchsee-Frutt in die freie Wildbahn entlassen. Bis Ende August betreut ein Überwachungsteam die zwei Junggeier. Beide haben bereits etliche Flüge absolviert und dehnen nun ihre Streifzüge weiter aus.

 


Fortunat in der Auswilderungsnische. © Stiftung Pro Bartgeier

Im August hat man gute Chancen, Luzerna und Fortunat beim Fliegen bestaunen zu können. Am Infostand beim Hengliboden erfährt man allerlei über das Projekt. Zudem berichtet das Überwachungsteam täglich im Bilderblog über das Geschehen vor Ort. Und via Webcam lassen sich die beiden Junggeier und die Umgebung täglich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends live beobachten. Safari bequem von zu Hause aus!

 


Infostand am Henglihang. © Hansruedi Weyrich

 

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