News

09.11.2017


Kraniche √ľber Winterthur.¬†¬© Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

Auf ihrem herbstlichen Zug von den Sommergebieten in Nordosteuropa und Skandinavien in die Winterquartiere in Spanien √ľberfliegen Kraniche selten auch einmal die Schweiz, wie eine Beobachtungsmeldung aus Winterthur vom Formationsflug dieser eindr√ľcklichen V√∂gel zeigt.

Der Melder Stefan Wassmer schreibt dazu:"Rund 130 Kraniche zuerst im Formationsflug aus Norden kommend, dann laut rufend f√ľr mehrere Runden kreisend, bis sie weiter gezogen sind. Ein sch√∂nes Schauspiel vom B√ľrofenster aus!"

Mehr zum Kranich (Grus grus), auch Grauer Kranich oder Eurasischer Kranich genannt, auf Wikipedia.

19.10.2017


¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Eine Langzeitstudie aus Deutschland zeigt ein erschreckendes Bild: die Insekten-Biomasse hat in den letzten 27 Jahren um 75% abgenommen. Die Daten wurden seit 1989 an 63 Standorten in Naturschutzgebieten erhoben, also an Orten, in denen die Artenvielfalt und die Lebensbedingungen f√ľr Insekten verh√§ltnism√§√üig gut sind. In anderen, mehr belasteten Gebieten, d√ľrfte der R√ľckgang noch massiver sein.

Die dramatischen Resultate wurden gestern in der renommierten Zeitschrift Plos One publiziert.¬†Gravierend sind die Resultate deshalb, weil Insekten f√ľr die Best√§ubigung von Pflanzen zust√§ndig sind und die Nahrungsgrundlage von tausenden von Wildtierarten sind. Die Gr√ľnde f√ľr den R√ľckgang sind jedoch noch nicht bekannt. An erster Stelle der m√∂glichen Ursachen stehen die weltweit verwendeten Pestizide, aber auch die Lichtverschmutzung durch k√ľnstliches Licht und Klimaver√§nderungen d√ľrften eine Rolle spielen.

Originalartikel in Plos one

Artikel in Zeit online

Artikel im  DerStandard.at

Artikel in der NZZ

 

19.10.2017


¬© Amt f√ľr Fischerei und Jagd Graub√ľnden

Wie die Stiftung Pro Lutra berichtet, lebt seit kurzem ein Fischotter im Engadin! Das Tier tappte in eine Fotofalle. Das geben das Bundesamt f√ľr Umwelt (Bafu) und die Kantone Bern und Graub√ľnden in einer gemeinsamen Medienmitteilung bekannt. Das Fischottermonitoring vor einem Jahr konnte das Tier noch nicht nachweisen.

Aufgrund der Vorkommen in √Ėsterreich wurde der Inn schon als eine der Haupteinwanderungsachsen f√ľr Fischotter in die Schweiz beurteilt. Doch seit dem Nachweis eines Fischotters am Rhein in der Schweiz, tauchten Tiere zun√§chst an Aare, Rhone und Ticino auf ‚Äď und erst jetzt am Inn.

Tats√§chlich scheint der Fischotter den Inn in √Ėsterreich nur langsam zu besiedeln. In den letzten 10 Jahren eroberte sich der Fischotter jedoch weite Teile der Steiermark, K√§rnten und Salzburg zur√ľck, wie die neuste Studie aus Salzburg zeigt (Link). Zwar wurde im Tirol bereits 2007 ein Tier am Inn festgestellt (Bericht Pro Lutra Link). Die landesweite Kartierung Tirols im Jahr 2010 verlief jedoch ergebnislos.

Die Wiederausbreitung kann beim Fischotter rasant geschehen. Man¬† kann deshalb davon ausgehen, dass sich die Fischotter unterdessen auch im Tirol bereits ausgebreitet haben. Von da ist es ein ‚ÄěFischottersprung" in die Schweiz.

Medienmitteilung vom 16. Oktober 2017

Sichere Nachweise von Fischotter in der Schweiz, Stand Oktober 2017

12.10.2017


Rotes Eichhörnchen aus Basel (© Marcus Bohler / wildenachbarn.ch)

Im Rahmen der ‚ÄěAktion Eichh√∂rnchen‚Äú wird die Bev√∂lkerung in der Schweiz und Liechtensteins aufgerufen, Eichh√∂rnchen-Beobachtungen auf der Meldeplattform s√§ugetieratlas.wildenachbarn.ch zu melden. Als zus√§tzliche Information ist die Fellfarbe der Eichh√∂rnchen gefragt: Ist der Pelz fuchsrot oder braunschwarz? Die Meldungen fliessen in den neuen S√§ugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft f√ľr Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Die Verbreitungskarte der Eichhörnchen ist auch deshalb von Interesse, weil die nordamerikanischen Grauhörnchen auf dem europäischen Kontinent auf dem Vormarsch sind. Noch haben sie die Schweiz nicht erreicht. Aber in Norditalien lebt bereits seit ein paar Jahren eine Population der gebietsfremden Grauhörnchen. Sie sind etwas grösser als die einheimischen Eichhörnchen und konkurrenzstärker. In Grossbritannien haben sie die Eichhörnchen weitestgehend verdrängt.


Nordamerikanisches Grauhörnchen (© Sandra Gloor / wildenachbarn.ch)

10.09.2017


In die Fotofalle getappt: Die Wildschweinbande auf nächtlicher Tour am Aarauer Zollrain (© ZVG).

Eine ganze Wildschwein-Rotte wurde mit der √úberwachungskamera der Polizei fotografiert, wie sie mitten in der Nacht durch ein Stadtquartier streift (Bericht der Aargauer Zeitung vom 8.9.2017).

10.09.2017


Zur Bestimmung von Alter, Art und Geschlecht bet√§ubt J√ľrg Paul M√ľller die M√§use mit √Ąther. Bild: Nicola Pitaro

Der Schweizer Beobachter begleitete den Wildtierbiologen J√ľrg Paul M√ľller bei den Feldarbeiten f√ľr den neuen S√§ugetieratlas. Aufgerufen wird dabei auch, Beobachtungen von S√§ugetieren auf www.wildenachbarn.ch zu melden.

Artikel im Beobachter vom 28.8.2017.

07.09.2017

F√ľnf Jahre hat der Bundesrat f√ľr die Erarbeitung eines Aktionsplans f√ľr die Umsetzung der "Strategie Biodiversit√§t Schweiz" ben√∂tigt. Wichtige Stakeholder aus der Zivilgesellschaft wurden deshalb Anfangs 2017 selber aktiv und erarbeiteten einen eigenen, fachlich breit abgest√ľtzten Aktionsplan den sie am 4. September der √Ėffentlichkeit pr√§sentierten. Wenige Tage sp√§ter hat nun auch der Bundesrat seinen offiziellen Aktionsplan verabschiedet. Fazit der Umweltorganisationen nach der ersten Pr√ľfung der vorgeschlagenen Massnahmen: Nach einem Dutzend Jahren hat der Berg eine Maus geboren, zu unverbindlich sind die vorgeschlagenen Massnahmen, zu bescheiden die zur Verf√ľgung stehenden Gelder.

Am 4. Sept. 2017 haben die drei grossen Umweltverb√§nde der Schweiz WWF, Birdlife Schweiz und Pro Natura haben einen eigenen¬†ausf√ľhrlichen Aktionsplan der Zivilgesellschaft ver√∂ffentlicht.

Am 6. Sept. 2017 verabschiedete der Schweizer Bundesrat den offiziellen Aktionsplan zur Strategie Biodiversität Schweiz.

Am 7. Sept. 2017 publizierten die Umweltverbände ihre Reaktion auf den offiziellen Aktionsplan des Bundesrats.

04.09.2017

StadtWildTiere Wien im Zoo Vienna Schönbrunn

Am 2. und 3. September fanden im Zoo Vienna Schönbrunn die alljährlichen Artenschutztage statt. Der Tiergarten und diverse Artenschutzprojekte präsentierten ihre interessante Arbeit. Auch das Projekt StadtWildTiere war mit einem Infostand in der Tiergartenallee mit dabei. 

StadtWildTiere Z√ľrich im Zoo Z√ľrich

Am gleichen Wochenende waren die StadtWildTiere Z√ľrich im Zoo Z√ľrich anl√§sslich des Wochenendes "Going wild" und der langen Nacht der Mueeen. Hunderte von kleinen und grossen Zoobesucherinnen und Zoobesuchern konnten sich √ľber Wildtiere im Siedlungsraum informieren, Felle streicheln, Fuchs- und Dachssch√§del vergleichen oder ein Gl√ľcksrad drehen und einen kleinen Wildtierpreis gewinnen.

31.08.2017


Spechtschmiede (c) Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Die StadtNaturBeobachterin Cornelia H√ľrzeler hat eine interessante Bildfolge in die StadtWildTiere-Galerie hochgeladen. Auf den Bildern ist eine Spechtschmiede zu sehen. Solche Stellen nutzen Spechte, um Objekte wie N√ľsse, Zapfen oder K√§fer einzuklemmen, damit sie diese bearbeiten und dann verzehren k√∂nnen.

16.08.2017

Gem√§√ü einer Medienmitteilung des Kantons Neuenburg wurde Anfang August ein Mann in Neuenburg von einer Fledermaus gebissen. Er hatte das Tier geschw√§cht am Boden gefunden. Zum Gl√ľck begab sich der Tierfreund sofort ins Spital, wo er vorsichtshalber gegen Tollwut geimpft wurde. Wie die Untersuchung der Fledermaus sp√§ter ergab, war sie tats√§chlich mit dem Tollwutvirus infiziert.

Der Kanton Neuenburg weist darauf hin, dass Wildtiere nie von Hand angefasst werden sollen.

Fledermaustollwut ist sehr selten und eine andere Tollwutform als die Tollwut, welche bei F√ľchsen auftritt. Die Gefahr f√ľr Menschen ist verschwindend klein, solange sie Flederm√§use nicht von Hand anfassen.

Information¬†des Bundesamtes f√ľr Landwirtschaft und Veterin√§rwesen BLV
Weitere Informationen zur Fuchstollwut

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