News

29.10.2018

Das neuste Sachbuch im renommierten Berner Haupt Verlag handelt von einer Tierart, die bei uns ausgerottet war und nun auf leisen Pfoten wieder zur√ľckkehrt: der Fischotter.

Putzig und verspielt, aber nicht unumstritten: das große, reich bebilderte Porträt des Fischotters.
Das Buch zum erstaunlichen Comeback eines nahezu ausgerotteten Tiers: Geschichte, Biologie und √Ėkologie

Der Fischotter hat ein bewegtes Jahrhundert hinter sich. Anf√§nglich wurde er rigoros verfolgt. Als er vielerorts ausgestorben war, wurde der Fischotter zum Symboltier f√ľr die bedrohte Natur. Doch kaum geht es ihm wieder besser, macht er sich in manchen Kreisen erneut als Fischr√§uber unbeliebt. Die Tierart scheint niemanden kaltzulassen.
Doch was wissen wir eigentlich √ľber den Fischotter? Mit seinem vornehmlich nachtaktiven und heimlichen Leben entzieht er sich weitgehend der Beobachtung.

Dieses Buch stellt die Biologie und √Ėkologie des Fischotters vor. Es beschreibt seine Lebensweise, zeichnet die Geschichte seiner Ausrottung und R√ľckkehr nach und diskutiert die Herausforderungen, die das Zusammenleben mit dem anpassungsf√§higen Wassermarder in unserer Gew√§sserlandschaft mit sich bringt.

Erschienen im Oktober 2018 im Haupt Verlag, Bern

 

27.10.2018


© Peter Käser / stadtwildtiere.ch

Viele kleine Wildtiere wie Igel oder Zauneidechsen sind im Winter auf Asthaufen und andere Strukturen angewiesen. In diesen k√∂nnen sie gut gesch√ľtzt den Tag verbringen oder ihren Winterschlaf halten. In unseren aufger√§umten Siedlungsgebieten sind solche sicheren Tagesquartiere selten geworden. Um Kinder f√ľr diese Zusammenh√§nge zu sensibilisieren, f√ľhrt das Projekt StadtWildTiere diesen Herbst in der Stadt St.Gallen Asthaufenaktionen mit Schulklassen durch.

Wenn die Tage k√ľrzer werden und die Bl√§tter von den B√§umen fallen, beginnt vielerorts das grosse Aufr√§umen in den G√§rten und Gr√ľnanlagen. Dabei wird oft vergessen, dass gerade im Winter kleine Wildtiere gesch√ľtzte Orte brauchen, um die kalte Jahreszeit zu √ľberdauern. Daf√ľr bieten ihnen Ast-, Laub- und Steinhaufen Unterschlupf. Von den Versteckm√∂glichkeiten profitieren nebst den Igeln auch Amphibien, Reptilien, zahlreiche K√§ferarten, Ameisen und Wiesel. Das Holz der √Ąste und die Insekten, die es anlockt, bieten den Tieren nicht nur Schutz, sondern auch Nahrung.

Im Rahmen des diesj√§hrigen Schwerpunktprogramms des Projekts StadtWildTiere zur F√∂rderung von Igeln in der Stadt St.Gallen, werden mit Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern Asthaufen gebaut. Lehrpersonen von sieben Schulh√§usern beteiligen sich mit ihren Klassen an der Aktion. In Zusammenarbeit mit Stadtgr√ľn wurden auf den Schularealen vorg√§ngig sinnvolle Standorte f√ľr die Asthaufen festgelegt. Stadtgr√ľn bereitet zudem das Ast- und Laubmaterial vor und die Kinder schichten es zu grossen Haufen auf. Dabei lernen die Kinder nicht nur, was ein gutes Schlaf- oder Winterquartier ausmacht, sondern auch allerlei Spannendes, vor allem √ľber den Igel. Auch Stadtr√§tin Maria Pappa unterst√ľtzt das Projekt und baut am 25. Oktober zusammen mit einer Schulklasse Unterschlupfm√∂glichkeiten f√ľr die Wildtiere.

Medienmitteilung vom 26. Oktober 2018
Stadt St.Gallen und Projekt StadtWildTiere St.Gallen

Igelrucksack: Abwechslungsreiches Unterrichtsmaterial f√ľr Sch√ľlerinnen und Sch√ľler des Primarschulalters.¬†Der Igelrucksack eignet sich insbesondere als Vor- oder Nachbereitung der Aktion Asthaufen, bei welcher das Projektteam StadtWildTiere St. Gallen mit den Schulklassen auf dem Schulhausareal Asthaufen f√ľr Igel und andere Wildtiere baut. Der Rucksack kann bei der WWF-Sektion Ostschweiz ausgeliehen werden.

24.10.2018


Gl√ľhw√ľrmchenlarve beim Aussaugen einer Schnecke (¬© Regula Hug / stadtwildtiere.ch)

Auf den ersten Blick unscheinbar, in Wirklichkeit das Bild einer seltenen Beobachtung: eine Larve des Gro√üen Gl√ľhw√ľrmchens (Lampyris noctiluca), die eine Nacktschnecke verspeist, welche sie durch einen Giftbiss get√∂tet hat. Das Bild stammt aus der Galerie der StadtWildTiere Z√ľrich.

Gl√ľhw√ľrmchenlarven durchleben einen zwei bis drei-j√§hrigen Entwicklungszyklus, meist in der Kraut- und Laubschicht von ruhigen Bereichen eines alten Gartens oder Parks. Mehr dazu im Artportr√§t auf stadtwildtiere.ch oder beim Gl√ľhw√ľrmchenverein.

16.10.2018

Der erste Platz im Migros-Voting f√ľr Umweltprojekte steht nach einem wahren Aufholkrimi fest: Das Projekt "Wilde Nachbarn in der Schweiz" erhielt in der online-Abstimmung der Migros bis am 15. Oktober 2018 am meisten Stimmern und kann nun vollumf√§nglich umgesetzt werden! Ein herzliches Dankesch√∂n an alle, die dem Projekt ihre Stimme gegeben haben.

Die vier Projekte gemäss Reihenfolge in der Abstimmung

1. Wilde Nachbarn in der Schweiz, Verein StadtNatur
2. Nur Fische im Bach? Aqua viva
3. Filme f√ľr die Bildung, Verein Filme f√ľr die Erde
4. Singen wie die Vögel, Birdlife Schweiz.

Wof√ľr wir den Migros-Beitrag einsetzen wollen: es sollen regionale Wilde Nachbarn-Projekte in sieben neuen Regionen der Schweiz entstehen, in den drei Landesregionen und drei Landessprachen. Wir starten noch in diesem Herbst mit den Vorbereitungen.

Zum Hintergrund: Die Migros und die 5-Rappen-Plastiksäckchen

Im November 2016 ersetzte die Migros die bisherigen Einwegt√ľten durch S√§cklein aus Recyclingmaterial. Die Einweg-Plastiks√§ckchen an den Migros-Kassen kosten 5 Rappen. Damit ist es der Migros gelungen, den Verbrauch um 84% Prozent zu reduzieren. Den Gewinn, der aus dem Verkauf der Einweg-Plastiks√§ckchen erzielt wird, spendet die Migros vollumf√§nglich.

01.10.2018


Weissstorch © Jacqueline Hurt / stadtwildtiere.ch

Die Wilden Nachbarn - das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - ist eines von vier Umweltprojekten, welches die Migros 2018 mit einem namhaften Beitrag unterst√ľtzt. Nun kann jeder und jede in einer √∂ffentlichen online-Abstimmung dar√ľber abstimmen, wie hoch ein Zusatzbeitrag f√ľr die Projekte ausf√§llt. Stimmen Sie ab f√ľr die Wilden Nachbarn und erm√∂glichen Sie, dass das Projekt in weiteren Regionen lanciert werden kann! Vielen Dank!

Abtimmen und weitersagen! 

Hier geht es zur Migros-Abstimmung (einloggen, runterscrollen, abstimmen, weitersagen) 
 

30.09.2018


Feuersalamander (Bild schubini/stadtwildtiere.ch)

Diese sch√∂nen Feuersalamander hat die Beobachterin schubini auf StadtWildTiere gemeldet und dazu geschrieben: "Die Feuersalamander habe ich am Ende meiner Kellertreppe gefunden. Sie wurden von mir gerettet, da sie nicht mehr hochklettern konnten . Jetzt steht immer ein Brett zum hochklettern bereit." - Oft k√∂nnen einfache Ma√ünahmen helfen, Gefahren f√ľr Wildtiere zu entsch√§rfen.

Siehe dazu auch Newsbeitrag vom 12.9.2018

 

26.09.2018

Ein neue Studie, publiziert in der renommierten Wissenschaftszeitschrift PNAS, weist nach, dass Glyphosat, das auch bei uns am h√§ufigsten angewendete Pflanzenvernichtungsmittel, f√ľr Bienen gef√§hrlich ist. Glyphosat ist z.B. ein Wirkstoff in Roundup, einem Pestizid der Firma Bayer (ehemals Monsanto).

Die Internationale Agentur f√ľr Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), stufte Glyphosat im M√§rz 2015 als ‚Äěwahrscheinlich krebserregend‚Äú ein. Die sch√§dliche Wirkung auf Menschen und Tiere ist jedoch nach wie vor umstritten und der Wirkstoff allgemein zugelassen.

Originalartikel im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS)

Artikel im SPIEGEL

22.09.2018

© Markus Bohler / wildenachbarn.ch

Gestern Samstag, 22. Sept. ist im Naturmuseum Winterthur die Eichh√∂rnchen-Ausstellung gestartet. Der Stadtpr√§sident Michael K√ľnzle pers√∂nlich er√∂ffnete zusammen mit der Museumsdirektorin Daniela Zingg die sehenswerte Ausstellung. Das Museumsteam hat mit viel Liebe f√ľrs Detail eine F√ľlle von spannenden Informationen rund um das Eichh√∂rnchen zusammengetragen. Auch die StadtWildTiere Winterthur tragen mit Daten von Winterthurer Eichh√∂rnchenbeobachtungen zur Ausstellung bei. Die Ausstellung, die noch bis Fr√ľhling 2019 l√§uft, ist f√ľr alle Wildtierinteressierte unbedingt einen Besuch wert.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Naturmuseum Winterthur

12.09.2018

Sch√§chte und offene Gruben mit steilen W√§nden sind eine Gefahr f√ľr kleine Wildtiere wie z.B. Amphibien. Sie fallen hinein und k√∂nnen nicht mehr herauskriechen. Eine einfache Ausstiegshilfe wie ein Brett in einem alten Gartenteich oder dieses gelochte Blech im Wasserschacht sind eine ebenso einfache wie lebensrettende Massnahme. Das Beispiel stammt aus dem Friedhof Nordheim in Z√ľrich.

Detailsinformationen zu Ausstiegshilfen f√ľr Amphibien

Vermeiden von Gefahren f√ľr Igel und andere kleine Fussg√§nger, Merkblatt

06.09.2018

Wir freuen uns riesig: Das Projekt Wilde Nachbarn ‚Äď die Meldeplattform f√ľr Wildtierbeobachtungen aus l√§ndlichen Siedlungsgebieten und das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - wurde von der Migros als eines von vier Umwelt-Projekten ausgew√§hlt, das 2018 aus dem Gewinn des 5-Rappen-Plastiks√§ckchen-Verkaufs unterst√ľtzt wird. Der Basis-Beitrag ist f√ľr jedes Projekt 100‚Äė000.-!

Nun entscheidet eine online-Abstimmung¬†(sie l√§uft noch bis am 16. Okt. 2018!) √ľber die H√∂he einer zus√§tzlichen Unterst√ľtzung f√ľr die vier ausgew√§hlten Projekte:

  • Der 1. Platz erh√§lt zus√§tzlich 50‚Äė000.-
  • der 2. Platz 30‚Äė000.-
  • der 3. Platz 20‚Äė000.-.
  • der 4. Platz erh√§lt den Basis-Beitrag

Auch Sie können mitbestimmen, ob die Wilden Nachbarn in neuen Regionen und in drei Landessprachen gestartet werden können.

Die Wilden Nachbarn wollen mit der Beobachtungsmeldeplattform

  • Wildtiere im Siedlungsraum f√ľr alle erlebbar machen,
  • Wissensl√ľcken schliessen mit Projekten zu Tierarten wie Igel, Eichh√∂rnchen und Wildbienen
  • Mit konkreten Massnahmen Biodiversit√§t im Siedlungsraum und anderswo f√∂rdern

Die Abstimmung ist am 06.09.2018 gestartet und dauert bis am 16.10.2018 auf der Migros-Webseite.
Wir freuen uns √ľber jede Stimme, die f√ľr unser Projekt ‚ÄěWilde Nachbarn in der Schweiz‚Äú abgegeben wird.

Herzlichen Dank - f√ľrs Abstimmen und Weitersagen!
Anouk Taucher, Adrian Dietrich, Sandra Gloor
und das Wilde Nachbarn-Team

Wilde Nachbarn Schweiz

Hier geht es zur Migros-Abstimmung

P.S.: Übrigens: Seit die Plastiksäckchen der Migros 5 Rappen kosten, reduzierte sich der Verbrauch um 84%. Der Gewinn, der aus dem Verkauf der Säckchen erzielt wird, spendet die Migros jährlich an ausgewählte Umweltprojekte. Dieses Jahr wird mit Einnahmen von einer halben Million gerechnet.

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