News

06.05.2019


Erdhummel (¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch)

Das Artensterben beschleunigt sich fortw√§hrend und ist bereits 10- bis 100-mal h√∂her als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre. Insgesamt sind 0,5 bis 1 Million von rund 8 Millionen Arten gef√§hrdet, warnt der Weltbiodiversit√§tsrat IPBES am Montag im ersten globalen Bericht zum Zustand der Biodiversit√§t und der √Ėkosystemleistungen.¬†

Der Weltbiodiversitätsrat ist ein Gremium der Uno mit Sitz in Bonn. Im Mai 2019 gehören ihm 132 Staaten an. Mit eindringlichen Worten und detaillierten Fakten weist der Rat auf die prekäre Situation der Biodiversität weltweit hin. 

IPBES-Bericht, 6. Mai 2019 (in Englisch und Französisch)

In der Schweiz versuchen die Umweltverb√§nde mit zwei Eidgen√∂ssischen Volksinitiativen die Politik zu einem schnelleren und effektiveren Handeln f√ľr den Schutz und die F√∂rderung der Biodiversit√§t zu bewegen.

Biodiversitäts-Initiative Schweiz

Landschafts-Initiative Schweiz

03.05.2019

© Anne Olivieri Waelti / nosvoisinssauvages.ch

Aus dem Siedlungsraum in der N√§he von Neuenburg wurde ein Albino-Igel auf der Meldeplattform gemeldet. Der Igel f√§llt auf durch seine helle F√§rbung und die roten Augen. Bei S√§ugetieren ist ein Pigmentmangel die Ursache der Weissf√§rbung. Funde von Albino Igel sind selten, tauchen aber regelm√§ssig auf (laut Pro Igel e.V.). Es ist aber schwierig zu sagen, wie viele Albino-Igel √ľbersehen werden, da es oft schwierig ist die Farbe der Igel im Dunkeln zu bestimmen. Die Weissf√§rbung beeintr√§chtigt die nachtaktiven Tiere wahrscheinlich kaum.

Weitere Informationen zu Albino-Igeln sind auf der Webseite von Pro Igel Deutschland zu finden.

Die Beobachtung wurde auf der Seite nosvoisinssauvages.ch gemeldet. Dies ist die französischsprachige Seite der Wilden Nachbarn (wildenachbarn.ch).  Während sich das Projekt StadtWildTiere vor allem an die Bewohner/innen des städtischen Siedlungsraums richtet, stellt das Schwesterprojekt, die Wilden Nachbarn, den ländlicheren Siedlungsraum ins Zentrum.

25.04.2019

Die Website www.luzern.stadtwildtiere.ch bietet Informationen zu den tierischen Stadtbewohnern und l√§dt ein, Beobachtungen zu melden. Wie Umweltschutz Stadt Luzern in ihrer Medienmitteilung vom 25. April 2019 mitteilte, wird die Meldeplattform, bisher f√ľr die Stadt Luzern aufgebaut, im Rahmen der Regionalkonferenz Umweltschutz (RKU) ab sofort auf elf involvierte Gemeinden ausgeweitet.¬†

Medienmitteilung vom 25. April 2019

14.04.2019

 

Das Naturzentrum Pf√§ffikersee ist ein Informationszentrum f√ľr die¬†eindr√ľckliche Moorlandschaft an diesem sch√∂nen See.

In der Ausstellung und an den vielf√§ltigen √∂ffentlichen Veranstaltungen werden den G√§sten spannende Einblicke in die Natur geboten. Mit einem Infomobil werden Erholungssuchende da, wo es im Schutzgebiet Spannendes zu entdecken gibt, informiert. Auf Anfrage organisiert das Team des Naturzentrums auch¬†F√ľhrungen und Exkursionen f√ľr Gruppen aller Art: Schulklassen, Vereine, Familien oder Firmen.

√Ėffnungszeiten:

April bis Oktober
Mittwoch: 14:00 ‚Äď 18:00 Uhr
Wochenende: 10:00 ‚Äď 18:00 Uhr

November bis März
Mittwoch: 12:00 ‚Äď 16:00 Uhr
Wochenende: 10:00 ‚Äď 16:00 Uhr
 

 

12.04.2019

Forscher von der California State University untersuchten die Verbreitung von Rotluchsen (Lynx rufus)¬†und deren Beutetieren, Kaninchen (Sylvilagus spp.), in st√§dtischen Gebieten in S√ľdkalifornien. Die Kaninchendichte wurde mittels visuellen Transektmessungen erhoben, w√§hrend sieben Rotluchs-Weibchen mit GPS-Sendern √ľberwacht wurden. Die Dichte von Kaninchen war etwa dieselbe im st√§dtischen und umgebenden l√§ndlichen Gebieten. Die Luchse nutzen allerdings die umgebenden l√§ndlichen Gebiete w√§hrend des Tages 76-84% h√§ufiger als die st√§dtischen Gebieten. Umgekehrt wurde nachts, wenn in den St√§dten weniger Menschen unterwegs sind,¬†h√§ufiger in st√§dtischen Gebieten nach Kaninchen¬†gejagt.¬†

Diese Studie wurde im Journal of Mammalogy publiziert.

05.04.2019

© Stephie Burkart / stadtwildtiere.ch

Fledermäuse zeigen unterschiedliche Reaktionen auf nächtliches Kunstlicht. Einige Arten meiden die Lichtquellen, besonders UV Lichtquellen, während andere Arten von den durch die Lichtquellen angezogenen Insektenschwärmen profitieren.

Ein Forscherteam des Leibniz Instituts f√ľr Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin untersuchte in der Stadt Berlin den Einfluss von B√§umen auf die negative oder positive Wirkung von n√§chtlicher Lichtverschmutzung auf verschiedene Fledermausarten. B√§ume k√∂nnen einen Teil des Kunstlichts von der Umgebung abhalten und somit die Umgebung f√ľr lichtscheue Arten aufwerten.

Das Forscherteam fand artspezifische Reaktionen der Fledermäuse auf Straßenlaternen mit und ohne UV-Licht. Eine dichte Baumbedeckung reduzierte die negative Wirkung von Straßenlaternen auf Fledermausarten, welche im offenen Raum nach Beute suchen. Gleichzeitig verstärkte die Baumbedeckung die positive Wirkung von Straßenlaternen auf Zwergfledermäuse, welche an Straßenlaternen jagen, und die negative Wirkung auf Myotis Arten, welche entlang von Strukturen nach Insekten jagen und besonders lichtscheu sind.

Das Autorenteam empfiehlt baumreiche Gebiete sparsam zu beleuchten und in starkbeleuchteten Gebieten mehr Bäume zu pflanzen.

 

Die wissenschaftliche Publikation ist online verf√ľgbar.

29.03.2019

Am Freitagabend, 29. M√§rz, zu bester Sendezeit wurde im Rahmen der Sendung Schweiz aktuell ein kurzer Beitrag zum Igelprojekt in den St√§dten Bern, Chur, Luzern, St.Gallen und Z√ľrich gezeigt. Fazit: Wir stellen eine R√ľckgang der Igelpopulation fest, die Gr√ľnde sind aber Vorderhand noch nicht klar. Lebensraumver√§nderungen, R√ľckgang der Nahrung oder eine Zunahme des Verkehrs werden weiter untersucht. Auch Dachse d√ľrften da und dort eine Rolle spielen.

Schweiz aktuell, SRF vom 29. März 2019

26.03.2019

Die Natur, die Landschaft und das baukulturellen Erbe in der Schweiz stehen stark unter Druck. Mehr als ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind gef√§hrdet, die Fakten zum Insektensterben sind alarmierend. In der Biodiversit√§tspolitik herrscht jedoch Stillstand. Der Bauboom ausserhalb der Bauzonen geht weiter, naturnahe Fl√§chen und wertvolles Kulturland verschwinden unter¬†Beton und Asphalt. Derweil sind mit der zweiten Revisionsetappe des Raumplanungsgesetzes noch immer keine griffigen Gegenmassnahmen in Sicht. Der Aktionsplan f√ľr die Biodiversit√§t der Schweiz ist gerade einmal das Minimum, was gemacht werden muss.¬†

Deshalb lancieren die Umweltverbände am 26. März 2019 zwei Volksinitiativen:
‚Äʬ†¬† ¬†Die Biodiversit√§tsinitiative sichert gen√ľgend Fl√§chen und Geld f√ľr unsere Natur und verankert einen besseren Schutz von Landschaft und baukulturellem Erbe in der Verfassung.
‚Äʬ†¬† ¬†Die Landschaftsinitiative stoppt die zunehmende Verbauung naturnaher Fl√§chen und unseres Kulturlandes und setzt dem Bauboom au√üerhalb der Bauzonen klare Grenzen.

Zu den Unterschriftenbögen und weiteren Informationen

26.03.2019

ForscherInnen aus Sevilla, Montpellier und Genf konnten mittels genetischen und morphologischen Untersuchungen den Artenkomplex der Fransenfledermaus genauer untersuchen und eine neue Fledermausart f√ľr die Schweiz beschreiben. Die neu beschriebene Art besitzt¬†den deutschen Namen Kryptisches Mausohr (Myotis crypticus).

Viel ist √ľber die Art noch nicht bekannt, da sie bisher nicht von ihrer Schwesterart, der Fransenfledermaus, unterschieden wurde.¬†Die Art kommt in der Westschweiz vor und lebt dort vor allem in W√§ldern in allen H√∂henlagen. Es wird angenommen, dass sie Baumh√∂hlen und verlassene¬†Geb√§ude¬†als Schlafpl√§tze nutzt. Weitere Details zum Thema sind in der wissenschaftlichen Ver√∂ffentlichung zu finden.

18.03.2019

Am 18. M√§rz 2019 startet die Aktion ¬ęMission B¬Ľ. Sie ist, laut dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF,¬†die Antwort auf den steten R√ľckgang der Biodiversit√§t. Der Plan B f√ľr die Natur. Jede Sekunde werden in der Schweiz 0.7 Quadratmeter Gr√ľnfl√§che verbaut. Die Insekten sterben, die V√∂gel werden immer weniger.

Das gemeinsame Projekt von SRF, RSI, RTR und RTS hat zum Ziel, die Biodiversit√§t in der Schweiz nachhaltig zu f√∂rdern. In den n√§chsten eineinhalb Jahren m√∂chten die Radio- und Fernsehleute m√∂glichst viel biodiverse Fl√§che dazugewinnen, in der Schmetterlinge, V√∂gel, Wildbienen, Eidechsen und Igel ein Zuhause finden ‚Äď zusammen mit der Bev√∂lkerung.

Mission B von SRF, RSI, RTR und RTS

Seiten

Newsletter

M√∂chten Sie √ľber spannende Beobachtungen, Aktionen und Fortschritte informiert werden?

Abonnieren Sie den Newsletter:

StadtWildTiere Z√ľrich
Träger