Nordfledermaus
Eptesicus nilssonii
© Mnolf, Wikipedia

Lebensraum

Gebäude
Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Gewässer

Die Nordfledermaus lebt, wie das ihr Name sagt, im Norden Europas, aber auch in den k√ľhleren, h√∂heren Lagen des Juras und der Alpen. Flug schnell und geschickt, mit raschen Wendungen. Jagt in freiem Luftraum, √ľber Wasser, Stra√üenlampen und in der H√∂he der Baumkronen. Sommerquartiere hinter Blechabdeckungen oder Holzverschalungen oder im Zwischendach.

Erkennungsmerkmale 
Ohren relativ kurz, Haarbasis dunkelbraun, Oberseite mit typisch gold-glänzenden Haarspitzen, gelbbraune Unterseite.
Lebensraum 
Sommerquartiere (Wochenstuben) häufig in Spalten in und an Gebäuden. Einzeltiere auch in Baumhöhlen.
Gefährdungsgrad
Verletzlich
√Ąhnliche Arten
Die Nordfledermaus kann mit der deutlich gr√∂√üeren Breitfl√ľgelfledermaus sowie der Zweifarb- und der Alpenfledermaus verwechselt werden.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-L√§nge 5,4‚Äď6,4 cm,
Fl√ľgelspannweite 24‚Äď28 cm, Gewicht 8‚Äď18 g.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf; während der Sommermonate dämmerungs- und nachtaktiv.
Verbreitung Z√ľrich
Einzelnachweise.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch

Tages- und Winterverstecke
Die Nordfledermaus ist an menschliche Siedlungen gebunden. Ihre Wochenstuben (Ort der Jungenaufzucht) befinden sich meist in Zwischend√§chern und Wandverkleidungen von H√§usern, ausnahmsweise auch in Baumh√∂hlen. Mit dem Einzug der Winterk√§lte verschwinden die Beuteinsekten und die Nordflederm√§use ziehen sich f√ľr den Winterschlaf in frostsichere Felsspalten zur√ľck.

Jagende Nordfledermäuse
Die Nordfledermaus beginnt mit der Jagd auf Insekten w√§hrend der D√§mmerung. Sie fliegt vor allem im freien Luftraum. Die Nahrung wird in raschem und wendigem Flug entlang W√§ldern und an Gew√§ssern erbeutet. Im Fr√ľhling und Herbst ist diese Fledermausart auch im Siedlungsbereich zu beobachten, wo die geschickte J√§gerin Kleinschmetterlinge an Strassenlaternen erbeutet.
Im Mittelland ist die Nordfledermaus ein seltener Gast, sie kommt vor allem im Jura und in den Alpen vor.

An Felsen √ľberwinternde Nordfledermaus
(© M. Flaten, Wikipedia)

Gezieltes Fördern nicht nötig
Da die Nordfledermaus in Siedlungsgebieten kaum vorkommt, ist hier eine Förderung dieser Art nicht nötig.

Wertvolle biologische Helfer
Flederm√§use vertilgen mehr als 2‚Äė000 Insekten pro Nacht, was sie zu sehr n√ľtzlichen Helfern macht bei der Bek√§mpfung von Insekten wie zum Beispiel M√ľcken. Mit der Bepflanzung des Gartens/Balkons mit einheimischen Pflanzen schafft man die n√∂tige Nahrungsgrundlage f√ľr Insekten und damit auch f√ľr Flederm√§use.

Gefahren 
  • Fassadenbeleuchtung: Die n√§chtliche Beleuchtung der √Ėffnungen, durch die Flederm√§use jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtj√§ger dann sp√§ter ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit f√ľr die Nahrungssuche.
  • Netze: Flederm√§use k√∂nnen sich in Netzen, die √ľber Obstb√§umen oder Reben gespannt werden, verheddern. Diese werden so zu t√∂dlichen Fallen. Deshalb sollten Netze nur wenn unbedingt n√∂tig verwendet und nach Gebrauch wieder entfernt werden.
Mehr Informationen 


Richarz, Klaus: Flederm√§use¬†- Beobachten, erkennen und sch√ľtzen 2011, 128 S., Taschenbuch, Kosmos

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