Mauswiesel
Mustela nivalis
© F. Gröhl / Naturgucker.de

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald

Das kleinste Raubtier der Welt lebt einzelg√§ngerisch und territorial. Fortpflanzung wahrscheinlich fast ganzj√§hrig m√∂glich. Wurfgr√∂√üe 4-6 Junge. Jungtiere sind bereits nach 3 bis 4 Monaten geschlechtsreif. Nahrung: Haupts√§chlich W√ľhlm√§use und andere Nager, gelegentlich auch V√∂gel, Eidechsen, Wirbellose und Aas. Durch ihren K√∂rperbau sind Mauswiesel optimal an die Jagd in den Gangsystemen der W√ľhlm√§use angepasst. Vereinzelt erbeuten sie auch Beutetiere, die deutlich gr√∂√üer sind als sie selbst, zum Beispiel ein Kaninchen. Oft wird ein Teil der Beute als Vorrat in den Nestern versteckt. Populationsdichte schwankt mit Beuteangebot. Nat√ľrliche Feinde sind Fuchs, Hermelin, Katze, Greifv√∂gel und Eulen.

Erkennungsmerkmale 
Lang gestreckter K√∂rper, kurze Beine. Fell braun auf dem R√ľcken, Bauchseite wei√ü bis gelb; in Mitteleuropa wechselt das Mauswiesel nur selten in ein wei√ües Winterfell. Schwanz k√ľrzer als ein Viertel der K√∂rperl√§nge.
Lebensraum 
Breites Spektrum an Lebensr√§umen, reicht von Waldr√§ndern, Wiesen bis hin zu landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen. Vorkommen bis 2500 - 3000 Meter √ľber Meeresspiegel.
Gefährdungsgrad
gefährdet
√Ąhnliche Arten
Das Mauswiesel wird oft mit dem Hermelin verwechselt. Das Letztere ist gr√∂√üer und besitzt eine schwarze Schwanzspitze. Ebenso ist beim Hermelin der √úbergang der wei√üen Bauchf√§rbung in die braune R√ľckenf√§rbung deutlich in einer geraden Linie abgetrennt.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-Länge 14-19 cm, Schwanz 3-5 cm, Gewicht 30-100 g.

Aktivit√§tszeit 
Ganzjährig aktiv; dämmerungs- und tagaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Kleiner Flitzer

Wie viele S√§ugetiere lebt auch das Mauswiesel sehr versteckt und ist daher nicht leicht zu entdecken. Selbst wenn man dieses kleine Raubtier einmal zu sehen bekommt, dann meist nur f√ľr einen kurzen Moment. Da Mauswiesel einen hohen Energiebedarf haben, verbringen sie viel Zeit mit der Suche nach Nahrung. Mit etwas Gl√ľck und viel Geduld kann man ein Mauswiesel am ehesten auf extensiven Landwirtschaftsfl√§chen ersp√§hen.

© Ulrichstill / WikiCommons

Extensive Landwirtschaftsfl√§chen sind ideale Lebensr√§ume f√ľr Mauswiesel.

Lebensräume strukturieren und vernetzen

Mauswiesel sind auf gut strukturierte Lebensräume mit dichter Vegetation angewiesen. Neben einem guten Nahrungsangebot braucht das Mauswiesel ausreichend Versteckmöglichkeiten. Liegende, hohle Baumstämme, Ast- und Laubhaufen, Steinhaufen- und Mauern oder auch Hecken können solche Verstecke bieten. Da Mauswiesel erheblichen Bestandsschwankungen unterliegen, können lokale Bestände erlöschen. Neu einwandernde Tiere können diese Gebiete aber wieder besiedeln. Daher ist die Vernetzung der bestehenden Lebensräume äußerst wichtig.

Gefahren 
  • Verkehr:¬†Das Stra√üennetz ist in Mitteleuropa oft sehr dicht. Fehlen Wildtierunterf√ľhrungen oder Gr√ľnbr√ľcken, k√∂nnen Stra√üen den Mauswieseln zum Verh√§ngnis werden.
  • Verlust von Lebensraum¬†infolge Zersiedelung, Zerst√ľckelung und intensiver, gro√üfl√§chiger Landwirtschaft.
  • Fressfeinde sind F√ľchse, Hermeline, Katzen, Greifv√∂gel und Eulen.
Mehr Informationen 

Paul Marchesi, Claude Mermod, Hans C. Salzmann. 2010. Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag.

 

Spannende Informationen zu laufenden Projekten erhältlich beim Wieselnetz.

Schutz der kleinen Säugetiere. Eine Arbeitshilfe. Kanton Aargau. Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)

 

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