Kleiner Abendsegler
Nyctalus leisleri
© Thomas Stephan

Lebensraum

Gebäude
Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald
Gewässer

Im S√ľden (Schweiz, √Ėsterreich, S√ľddeutschland) mehrheitlich Wintergast. Junge kommen in Wochenstuben in Baumh√∂hlen in Nord- und Ostdeutschland zur Welt, anschlie√üend ziehen die Tiere zur Paarungszeit teilweise √ľber 1000km s√ľdw√§rts. Paarungswillige M√§nnchen machen Singfl√ľge und locken damit die Weibchen in ihre Baumh√∂hle wo sie Harem bilden. Bewohnt Baumh√∂hlen in W√§ldern, Allee- und alten Park- und Gartenb√§umen, aber auch Fledermaus- oder Nistk√§sten an Geb√§uden. Jagt in Lichtungen und √ľber Wald, am Waldrand, √ľber Flusst√§lern, zudem auch √ľber Parkpl√§tzen und Obstg√§rten in Siedlungsn√§he. Schneller Flug mit dem sie auf der Jagd weite Strecken zur√ľcklegen. Das breite Nahrungsspektrum umfasst K√§fer, Zuckm√ľcken, Nachtfalter, Netzfl√ľgler, Schlupfwespen, aber auch schw√§rmende Insekten.

Erkennungsmerkmale 
Mittelgroß, dunkelbraun, Ohren abgerundet, Schnauze kräftig.
Lebensraum 
Baumhöhlenreiche Wälder, Obstgärten und Parkanlagen; Winterquartiere in Baumhöhlen oder an Gebäuden.
Gefährdungsgrad
Schweiz: Nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Es gibt drei verschiedene Abendseglerarten in Mitteleuropa: Der Kleine Abendsegler, der Gro√üe Abendsegler und der seltene Riesenabendsegler. Obwohl die drei einheimischen Arten sehr √§hnlich aussehen, k√∂nnen sie anhand ihrer Gr√∂√üe und Fl√ľgelspannweite einfach voneinander unterschieden werden.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-Länge 4.8-6.8 cm,

Fl√ľgelspannweite 26 -32 cm, Gewicht 13-20 g.

Aktivit√§tszeit 
Winterschlaf; im Sommer dämmerungs- und nachtaktiv.
Verbreitung Z√ľrich
Gelegentlicher Durchz√ľgler
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Jagende Kleine Abendsegler

Circa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang fliegen die Kleinen Abendsegler aus ihrem Quartier aus. Sie k√∂nnen im Siedlungsraum √ľber offenem Gel√§nde, √ľber gr√∂√üeren Gew√§ssern, rund um Stra√üenlampen, aber auch in Parkanlagen w√§hrend der Jagd beobachtet werden.

Tages- und Winterschlafquartier einer Wanderfledermaus

Der Kleine Abendsegler ist ein typischer Baumh√∂hlenbewohner und schl√§ft tags√ľber gerne in nat√ľrlichen Baumh√∂hlen. Im Siedlungsraum nutzen sie auch Fledermaus- und Nistkasten an hohen Geb√§uden oder an Br√ľcken. Als wandernde Fledermausart kann der Kleine Abendsegler auf seinen saisonalen Wanderungen weite Strecken zur√ľcklegen. Im S√ľden sind die Tiere haupts√§chlich im Winter zur √úberwinterung anzutreffen. Ab April ziehen sie in den Nordosten, um ihre Jungen aufzuziehen.

© Music4Life / Pixabay.com

Straßenlampe als Jagdgebiet.

Alte Bäume mit Baumhöhlen fördern

Kleine Abendsegler benutzen Baumhöhlen als Tages- und Winterschlafquartiere. Bäume mit Baumhöhlen sollten deshalb erhalten bleiben, ob im eigenen Garten, in der Umgebung der Wohnsiedlung, an ungefährlichen Stellen im Park oder im Wald. Als Ersatzquartiere können im Garten oder im Wald Fledermauskästen aufgehängt werden. Zudem kann durch die Erhöhung des Alt- und Totholzbestandes das Nahrungsangebot des Kleinen Abendseglers gefördert werden.

Renovationen

Bei Renovationen und Sanierungen von Geb√§uden mit Fledermausverstecken nehmen Sie bitte Kontakt mit Fledermausschutzorganisationen in Ihrer N√§he auf. Die zu treffenden Ma√ünahmen, um ein Fledermausquartier zu erhalten oder F√∂rderma√ünahmen f√ľr Flederm√§use umzusetzen, sind oft mit geringem Aufwand verbunden.

Gefahren 
  • Fassadenbeleuchtung:¬†Die n√§chtliche Beleuchtung der √Ėffnungen, durch die Flederm√§use jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtj√§ger dann sp√§ter ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit f√ľr die Nahrungssuche.
Mehr Informationen 

Richarz, Klaus: Flederm√§use¬†- Beobachten, erkennen und sch√ľtzen 2011, 128 S., Taschenbuch, Kosmos

 

Dietz, Christian und Kiefer, Andreas: Die Fledermäuse Europas, 394 S., Taschenbuch, Kosmos

 

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere Z√ľrich
Träger